Malaysia

Kuala Lumpur – the city of contrasts and diversity

Nachdem unser letzter Blog-Eintrag etwas mehr Zeichen, aber dafür weniger Bilder beinhaltet hat, haben wir uns für diesen Blog-Eintrag vorgenommen das Ganze (zumindest etwas) anders zu gestalten. Daher haben wir die prägendsten Eindrücke aus Kuala Lumpur kurz im Text zusammengefasst und hoffen die Bilder sprechen für sich.

Zwischen Wolkenkratzern und Regenwald

Wenn man Kuala Lumpur hört, denkt man wohl als allererstes an eine moderne Großstadt mit den symbolhaften Petronas Twin Towers. Natürlich haben auch wir das klassische Touri-Programm einmal durchlaufen und sind an diesen nicht vorbeigekommen.

Vor allem bei Nacht wirken diese beiden Tower besonders beeindruckend. Wir haben diesen Anblick aus der Heli Pad Bar genossen. Diese ist tagsüber ein noch aktiver Helikopter-Landeplatz auf einem Wolkenkratzer. Abends verwandelt er sich dann in eine Bar mit Lounge-Musik und Cocktails (ein Cocktail hat ca. 7€ gekostet – für unsere Verhältnisse normal, für Malaysia echt teuer).

Schaut man sich KL auf der Karte an, fällt schnell auf, dass es viele grüne Flecken gibt. Einer und der wohl bedeutendste davon ist der Taman Forest Eco-Park. Er ist der älteste und geschichtsträchtigste Park der Stadt und wird auch die „grüne Lunge“ genannt. Hier angekommen fühlten wir uns tatsächlich wie im Regenwald (inklusive Grillengezirpe, Moskitos, Affen und plötzlichem Gewitter – also Mückenspray und Regenjacke nicht vergessen) – nur eben inmitten einer Großstadt. Desillusioniert wurden wir dann allerdings, als wir direkt im Park einen „Zoo“ mit einem gemeinsamen Gehege für Riesenschildkröten und Meerschweinchen gesehen haben, für Autos und Busse über eine Straße erreichbar. Eben doch Großstadt und nicht Natur pur.

Verschiedene Kulturen vereint

Als wir uns über Malaysia informiert haben, haben wir bereits gelesen, dass das Land kulturell sehr vielfältig ist. Dabei spielt die Religion eine große Rolle. Offizielle Religion von Malaysia ist der Islam.

Genau dies spiegelt sich auch in unseren Eindrücken wieder: Auf den Straßen von KL sieht man viele unterschiedliche Nationalitäten und Hautfarben. Alle scheinen sehr harmonisch miteinander umzugehen, allerdings wird man als Frau mit Shorts und ohne Kopftuch doch ab und an etwas irritiert angeschaut. Tatsächlich haben wir viele Frauen mit Hijab und Männer in traditionellen Gewändern gesehen (bei Temperaturen von 33°C – für uns nicht denkbar). Da wir gerne mehr über den Islam erfahren wollten, haben wir versucht die Masjid Negara (Nationalmoschee) zu besuchen, allerdings war diese genau zu der Zeit wegen des Hari Raya Aidilfitri (Fest des Fastenbrechens) leider für nicht-muslimische Touristen geschlossen.

Im Kontrast dazu haben wir an den Batu Caves (Höhlen mit mehreren Hindu-Tempeln) bleibende Eindrücke vom Hinduismus sammeln können – mit dabei unsere neuen Freunde Anka und Florian. Während einer laufenden Hochzeit haben wir einen der Tempel besichtigt und wurden sogar mit in die Gebet einbezogen, sodass wir zufrieden und mit einem roten Punkt auf der Stirn den Tempel verlassen haben 🙂

Kulinarische Highlights – Streetfood

Genauso vielfältig wie die Menschen in KL ist auch die Küche. Alle drei großen Gruppen (Chinesen, Inder, Malai) finden sich sowohl in Stadtteilen wie auch in der Esskultur wieder. Wir haben versucht unseren kulinarischen Horizont zu erweitern und von allen Einflüssen etwas mitzunehmen. Entgegen kam uns dabei, dass unsere Unterkunft in KL in dem Stadtteil Bukit Bintang lag und sich unweit davon die bekannte Streetfood-Meile Jalan Alor befand. Dort gibt es so ziemlich alles was das Herz begehrt – und das zu günstigen Preisen (ca. 5€ pro Person/Gericht inkl. Getränk). Neben den bereits erwähnten „heimischen“ Gerichten, gibt es dort auch thailändisches, vietnamesisches und taiwanesisches Essen. Auch für Snacks zwischendurch, wie frisches Obst, frittierte Teigteilchen oder kleine Reisküchlein (Putu Piring) ist die Straße zu empfehlen. Man kann sich also durch alles durchprobieren!

Neben dem Jalan Alor können wir essenstechnisch noch Chinatown und Little India (Brickfields) empfehlen. In Chinatown haben wir uns (auf Empfehlung aus einer Doku) den „Famous Clay Pot Rice“ gegönnt. Kleiner Tipp: Eine mittlere Portion reicht locker für zwei Personen, also lieber erstmal weniger bestellen.

Noch ein paar Highlights abgesehen von den beschriebenen Streetfood-Gerichten: Fürs Frühstück bietet sich das Café FEEKA an (Danke Rieke für den Tipp! 🙂 ). Hier gibt es für uns Europäer ein sehr zu empfehlendes Frühstück, wenn man nicht schon am Morgen auf scharfe Nudeln oder Reis steht. Es ist zwar vergleichsweise teuer, aber für deutsche Verhältnisse immer noch günstig (ca. 6€ pro Person inkl. Kaffee). Auch der Kaffee war sehr gut, welcher teilweise in anderen Cafés nur Instant-Plörre war (oder in der Lounge am Flughafen nach Fisch geschmeckt hat 😀 ).

Ein weitere kulinarische Begegnung hatten wir in unserem Apartment. In einem netten Pläuschchen mit unserem Zimmernachbarn Tommy, erzählte uns dieser, dass er am nächsten Tag abreisen würde. Er hatte aber noch kurz zuvor eine frische Durian Frucht auf dem Markt gekauft und brauchte unsere Hilfe, um diese aufzufuttern. „We have to eat it on the balcony […]“ „before you put it in your mouth you have to cover your nose“. Schon Tage zuvor ist uns in den Straßen der Duft von vergammeltem Obst aufgefallen – wie sich herausstellte war es Durian. Tatsächlich war der Geschmack gar nicht schlecht und mit nichts vergleichbar, was wir bis dato gegessen hatten – also einfach mal drauf einlassen!

Insgesamt waren wir drei Tage/vier Nächte in Kuala Lumpur, was für uns vollkommen ausreichend war. Man kann sich dort frei und bequem bewegen (Bus, Bahn, zu Fuß) und einen ersten Einblick in das Land Malaysia mit seiner Vielfalt gewinnen. Besonders krass ist der Kontrast zwischen arm und reich / neu und alt übrigens im Stadtteil Kampung Baru. Dort stehen alte brüchige Stelzenhäuser direkt neben neugebauten Wolkenkratzern mit Luxus-Suiten.
Da wir nicht so Großstadt-affin sind, war es für uns schön, KL einmal gesehen zu haben, aber wir freuten uns schon auf die anstehenden kleineren Städtchen und Naturerlebnisse.
Next stop: George Town – Penang!

Bleibt dabei,

Manuel & Tamara

3 Gedanken zu „Kuala Lumpur – the city of contrasts and diversity

  1. Die neue Gestaltung des Blocks mit Bildern gefällt mir sehr gut. Auch die Alltagserfahrungen sind sehr interessant. Insbesondere die Beschreibungen des täglichen einfachen Lebens.
    Weiterhin viel Spaß.

  2. Wow, danke für das tolle Update. Da fühlt man sich direkt mittendrin. Und: Super coole Fotos. Gerne mehr davon 🙂

    Habt ne gute Zeit!! <3

  3. Spannend! 🤗

    Wirklich toll mit den Bildern und euren beschriebenen Erfahrungen. Gefällt mir auch sehr gut. 🤓 Ist so als würdet ihr vor uns sitzen und es erzählen. 😊

    Passt gut auf euch auf- ich freue mich auf weitere Einträge. 🙃

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